Nachanalyse zur 6:0 Klatsche in München

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Eine Analyse, die wirklich nicht Spaß gemacht hat, dennoch habe ich mir es nicht nehmen lassen, die gestrigen Schwächen aufzuzeigen. 6:0 Niederlage gegen den FC Bayern München. Ich glaube, dass sollte auch schon als Einleitung reichen…

Spieldaten:

Ballbesitz: 59% – 41%
Passquote: 59% – 84%
Schüsse: 22 (7) – 12 (2)
Laufdistanz: 109 km – 111 km
Sprints: 283 – 199
Zweikampfquote: 57% – 43%
xGoals: 3.31 – 1.02

Grundordnung Borussia Mönchengladbach:

Die Borussia trat im 4-4-2 auf. Mit der Grundordnung wechselte sich auch einmal das Personal: für Hannes Wolf rückte Jonas Hofmann rein, der den linken Part der Mittelfeld-Kette einnahm.

Das Spiel mit dem Ball

Die Borussia versuchte mutig und flach zu eröffnen. Gelang semioptimal. Auch die kurzen Abstöße, die Yann Sommer immer ausführte, gelangen kaum, sodass die Borussia oft Ballverluste verzeichnete.
Wenn es die Borussia schaffte, sich vom Pressing zu lösen (besonders die ersten 20 Minuten) und/oder den Ballgewinn zu verzeichnen, war die Borussia im letzten Drittel viel zu ungefährlich. Es gab tatsächlich die eine oder andere Szene, aus der man mehr hätte machen können. Der Fohlenelf gelang es nicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen und dabei technisch sauber genug zu bleiben. Oft gab es Situationen, wie im Bild zu sehen ist, in der man im 3 gegen 3 auf das Tor von Manuel Neuer zulief. Ansätze waren da, auch hätte man dort mehr daraus machen müssen. Doch es blieb beim Konjunktiv, sodass spätestens mit dem 3:0 die Messe gelesen war.

Das Spiel gegen den Ball

Im Spiel gegen den Ball orientierte sich die Mannschaft ebenso im 4-4-2. Doch die erwartete Kompaktheit hat man dennoch vergebens gesucht. Die Bayern schafften es, uns auf allen Feldpositionen Schwierigkeiten zu bereiten. Angefangen auf den Flügelpositionen:

Dabei war oft zu erkennen, dass mit David Alaba ein einlaufender 6er die linke Bayern-Seite mit beackerte. So fiel auch das frühe 1:0 der Bayern.

Die Chance von Kingsley Coman in der 14. Spielminute war ein Paradebeispiel dafür:

David Alaba machte das Spiel immer wieder breit, stützte damit Alphonso Davies, der dadurch weiter hoch schob und Musiala, der den Halbfeld-Raum besetzte.

Auf der anderen Bayern-Seite schob Coman mit ein, sodass insgesamt 3 zentrale Spieler im Strafraum für Verwirrung in der Zuteilung der Borussia sorgten.

Coman bekam den Ball genau in die Schnittstelle, konnte Aufdrehen und seinen Schuss an den Pfosten platzieren.

Beide Flügelpositionen sorgten immer wieder für Gefahr, doch die Entstehung dieser Situationen am Flügen entstand häufig aus dem Halbraum der Borussia.

Weder Florian Neuhaus, noch Denis Zakaria konnten die Schnittstellen schließen. Sobald diese Räume bespielt wurden, konnten sich, meistens in Person von Musiala und Müller, diese aufdrehen. Dabei wurden dann oft beide Ketten der Borussia überspielt, sodass die Elf von Hansi Flick auf die letzte 4er-Kette zulief.

Auch als Marco Rose in der 35. Spielminute auf das 3-4-1-2 System wechselte, gelang es der Mannschaft nicht, die bennanten Räume zu verdichten. Im Gegenteil, es enstand auf den Halbfeldpositionen noch mehr Raum, da sich Flügelverteidiger Lazaro und Lainer noch tiefer fallen lassen haben.

So auch beim 6. Gegentreffer, als die Bayern mit einem Mann weniger spielten. Die Abstände der jeweiligen Ketten wurden immer größer. Hier konnte Kimmich den öffnenden Ball auf Lewandowski spielen, der dann mit Gnabry und Sane im 1-Kontakt-Spiel die 4er-Kette der Borussia auseinander nahm.

Fazit:

Die Borussia verlor völlig verdient mit 6:0 in München. Die Europa League hat sich damit nun endgültig erledigt. Die Conference League Qualifikation ist nun das tatsächliche Ziel der Borussia. Union Berlin ist nicht zu unterschätzen, vor allem dann, wenn die Elf von Marco Rose es nicht schafft, sich in den letzten beiden Spielen deutlich zu steigern.
Mehr zum Spiel erfahrt Ihr in der ersten Podcast-Folge von BorussiaExplained, in der mein Gast und meine Wenigkeit, uns noch detaillierter zum Spiel äußern werden. Die Folge erscheint wahrscheinlich am kommenden Dienstag, den 11.05.21.

Hört gerne rein!

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