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Ein heißer Ritt an der Castroper Str. in Bochum – Auswärtssieg der Fohlen!

Ein 0:2 Auswärtssieg der Fohlen, welches ein unglückliches Ende nahm, als der Linienrichter von einem Becherwurf getroffen wurde.
Rein sportlich steht fest: Die Borussia führte bis dahin – in einem äußerst wilden Spiel – mit 0:2.
Ein Kommentar, der mit einer dazugehörigen Analyse kurz ausfällt. Die Gründe:

Ein 0:2 Auswärtssieg der Fohlen, welches ein unglückliches Ende nahm, als der Linienrichter von einem Becherwurf getroffen wurde.
Rein sportlich steht fest: Die Borussia führte bis dahin – in einem äußerst wilden Spiel – mit 0:2.
Ein Kommentar, der mit einer dazugehörigen Analyse kurz ausfällt. Die Gründe:

Ein Kommentar von @D_Expl_

Kaum Ruhephasen, kaum ein Aufbauspiel – stattdessen viele lange Bälle und Kampf um zweite Bälle

Das Spiel war hitzig geführt. Viele Unterbrechungen gegen Ende der ersten Halbzeit. Das Spiel war von beiden Mannschaften auf eine reine emotionale Schiene, die durch viele lange Bälle und dem Kampf um zweite Bälle ausgelegt war.
Das belegen die Passquoten beider Mannschaften:
Bochum: 238 Pässe (76% angekommene)
Gladbach: 237 Pässe (69% angekommene). (Quelle: Bundesliga.de)

Das Spiel bietet – weg vom reinen Ergebnis – zwei Ansichten an:

Positiv: Gladbach hat den Kampf angenommen. Die Fohlen haben dagegen gehalten, sich eben nicht einschüchtern lassen von der gegnerischen Spielweise und dem Publikum.
In der ersten Halbzeit fand Borussia zwar nie richtig ins Spiel, aber ist auch nicht abgetaucht.
Trotz zwei guter Torchancen der Gastgeber (Antwi-Adjei 14´ , Bella-Kotchap 37´), war Gladbach bemüht weiterhin aktiv zu bleiben.
83,8 gelaufene Kilometer und 158 Sprints belegen die These (Quelle: Bundesliga.de).

Auch einzelne Spieler, wie Matthias Ginter, der die Rolle als zentraler IV in der Kette gegen Sebastian Polter hervorragend löste. Bochums Zielspieler ist Polter, der viele Kopfballduelle dafür führt. Ginter gewann 3 von 4 Luftduellen, und 2 von 3 Zweikämpfe am Boden.

Luca Netz, der nicht nur gute Standards tritt, sondern sich gerade im Offensivspiel enorm gesteigert hat.
Der junge Linksverteidiger hatte mit seiner Auftaktbewegung im Konter zum 0:2, einen maßgeblichen Anteil, als er die Dynamik des Angriffs erkennt:

Die Bewegung von Netz bei Ballannahme nach INNEN, während der Verteidiger ihn von AUßEN presste. So konnte Netz auf die Kette zulaufen, und Thuram freispielen!


Kouadio Kone hatte ebenfalls viele Zweikämpfe (die meisten aller Feldspieler) geführt.
12 von 19 Zweikämpfen gewann der Mittelfeldakteur.

Thuram behielt seine Spritzigkeit weiterhin, Embolo agierte aufreibend und Plea war um spielerische Aspekte bemüht und schoss das bemerkenswerte 0:1.

Negativ: Die von Co-Trainer Christian Peitinger betreute Elf schaffte es zur keiner Spielphase Ruhe im eigenen Ballbesitz rein zu bekommen.
Ja, man hat dagegen gehalten. Den Kampf angenommen. Diese Erkenntnis ist seitdem Hoffenheim Spiel (17. Spieltag – 1:1) mit wenigen Ausnahmen, keine neue.
Die Aufstellung bot eine spielstarke erste Kette mit Bensebaini und Ginter, eine Doppel-6 mit Neuhaus und Kone, und einem 10er Plea an.
Der Vorwurf sich zu sehr auf das Spiel des Aufsteigers eingelassen zu haben, müssen sich die Fohlen ankreiden lassen.

Fest steht: Natürlich kann nicht jeder Ball hinten flach raus gespielt werden. Diese Annahme wäre fatal und nicht gerecht. Weder Gladbach, noch Bochum, die vor allem in Heimspielen starke Leistungen bringen.

Bei der Frage, wieso Gladbach dieses Spiel gewann, gibt es allerdings keine klare Antwort, außer die, das man zwei Tore schoss und der Gegner eben keins.

Trotz dessen, dass die Gastgeber vor dem Führungstreffer von Plea eine weitere große Torchance, direkt nach Wiederanpfiff hatten.

xGoals-Werte beider Teams.
Bochum mit einem xG-Wert von 1,45.
BMG mit 0,66.
Quelle: Bundesliga.de


Über den Auswärtssieg darf man als Fohlen-Anhänger sehr glücklich sein, denn diese (vermutlichen) drei Punkte waren enorm wichtig für den Abstiegskampf.

Welche Entwicklung, und welche Schlüsse man aus der bereits schwachen zweiten Halbzeit gegen Hertha und nun weiteren zwei spielerisch-schwachen Hälften macht, wird man nach der Länderspielpause im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (hoffentlich) erkennen können.

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